Hannelore Hippe - Die Hexe an der Wand
Der Autor:
Hannelore Hippe, geboren 1951, lebte lange Zeit in Großbritannien und Irland. Sie arbeitet als freie Autorin für Hörfunk, Fernsehen und Print und veröffentlichte zahlreiche Features, Hörspiele, Glossen, Rezensionen und Kurzgeschichten.
Unter diesem Link findet ihr ein Interview mit der Autorin.
Das Buch:
"Man fand sie, als es hell wurde. Ihr starrer Körper lag fünfzig Meter entfernt vom Gemeindesaal von Tully. Ihre Augen starrten blicklos geradeaus. Ihr Oberkörper war steif, und ihre Füße, die noch in den geschnürten Setdancing-Schuhen steckten, zeigten in entgegengesetzte Richtungen. Ich war nicht dabei, als man sie fand, man hat es mir erzählt. Sie war erdrosselt worden. Ich weinte."
Ein irisches Dorf ist fassungslos: Die Tänzerin Mary wird am Morgen nach einem Auftritt tot aufgefunden. Ihre Freundin, die Journalistin Doris, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Mord und den aus zahlreichen Kirchen geraubten "Hexen an der Wand" - kleine erotische Frauenfiguren. Doch: Wer tötet für die "Sheelaghs"?
Meine Worte:
Der Roman nimmt uns mit auf eine Reise in ein Irland vor dem großen wirtschaftlichen Aufschwung, als es noch keine Handys und kein Internet gab.
Die Protagonistin erzählt ihre spannenden Erlebnisse in der Ich-Form, zwischendurch wird aber auch einige Male über einen (dem Leser zu diesem Zeitpunkt) unbekannten Mann in der dritten Person erzählt, so dass man zwar erfährt, was mit den verschwundenen Steinfiguren geschehen ist, aber bis zuletzt nicht weiß, wer der "Entführer der Sheilas" ist.
Zu Beginn des Buches werden die Umstände beleuchtet, in denen sich die Hauptprotagonisten befinden. Der weitere Verlauf thematisiert den Mord und die weiteren Geschehnisse, die hauptsächlich aus der persönlichen Sicht der Ich-Erzählerin stammen. So tauchte ich tief in die Gefühlswelt der Protagonistin ein und verfügte stets nur über denselben Kenntnisstand. Selbst die kurzen Einblicke in die Welt des potentiellen Mörders und Diebes sorgten bei mir nicht für eine vorzeitige Lösung des Falles.
Ich habe im Verlauf der Geschichte mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte, und wie die Zusammenhänge um die gestohlenen Figuren sind. Dabei wird man von der Autorin geschickt um die Lösung herum geführt, bis sich zum Ende wirklich alles auflöst.
Ich konnte in die Welt des ländlichen Irlands eintauchen und mich ein wenig in die Geschichte des Landes und der Leute vertieft.
Die Sprache ist leicht verständlich und die Abläufe sind chronologisch und logisch aufgebaut.
Am besten versorgt man sich mit einer Kanne Tee und hört sich beim Lesen irische Musik an. Jedoch braucht man dies nicht, um die Atmosphäre des Buches voll genießen zu können.
Der schmale Umfang täuscht. Das Buch besitzt eine gut ausgearbeitete Geschichte und wirkt nicht zu kurz.
Ein sehr gelungener Krimi, der für einige spannende Stunden an einem verregneten Tag gesorgt hat.
Informative Seite über die irisch-keltische Göttinnen-Figur
und über Ireland's Síle na Gig in Englisch
und allgemein über Irlands Geschichte
Hannelore Hippe, geboren 1951, lebte lange Zeit in Großbritannien und Irland. Sie arbeitet als freie Autorin für Hörfunk, Fernsehen und Print und veröffentlichte zahlreiche Features, Hörspiele, Glossen, Rezensionen und Kurzgeschichten.
Unter diesem Link findet ihr ein Interview mit der Autorin.
Das Buch:
"Man fand sie, als es hell wurde. Ihr starrer Körper lag fünfzig Meter entfernt vom Gemeindesaal von Tully. Ihre Augen starrten blicklos geradeaus. Ihr Oberkörper war steif, und ihre Füße, die noch in den geschnürten Setdancing-Schuhen steckten, zeigten in entgegengesetzte Richtungen. Ich war nicht dabei, als man sie fand, man hat es mir erzählt. Sie war erdrosselt worden. Ich weinte."
Ein irisches Dorf ist fassungslos: Die Tänzerin Mary wird am Morgen nach einem Auftritt tot aufgefunden. Ihre Freundin, die Journalistin Doris, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Mord und den aus zahlreichen Kirchen geraubten "Hexen an der Wand" - kleine erotische Frauenfiguren. Doch: Wer tötet für die "Sheelaghs"?
Meine Worte:
Der Roman nimmt uns mit auf eine Reise in ein Irland vor dem großen wirtschaftlichen Aufschwung, als es noch keine Handys und kein Internet gab.
Die Protagonistin erzählt ihre spannenden Erlebnisse in der Ich-Form, zwischendurch wird aber auch einige Male über einen (dem Leser zu diesem Zeitpunkt) unbekannten Mann in der dritten Person erzählt, so dass man zwar erfährt, was mit den verschwundenen Steinfiguren geschehen ist, aber bis zuletzt nicht weiß, wer der "Entführer der Sheilas" ist.
Zu Beginn des Buches werden die Umstände beleuchtet, in denen sich die Hauptprotagonisten befinden. Der weitere Verlauf thematisiert den Mord und die weiteren Geschehnisse, die hauptsächlich aus der persönlichen Sicht der Ich-Erzählerin stammen. So tauchte ich tief in die Gefühlswelt der Protagonistin ein und verfügte stets nur über denselben Kenntnisstand. Selbst die kurzen Einblicke in die Welt des potentiellen Mörders und Diebes sorgten bei mir nicht für eine vorzeitige Lösung des Falles.
Ich habe im Verlauf der Geschichte mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte, und wie die Zusammenhänge um die gestohlenen Figuren sind. Dabei wird man von der Autorin geschickt um die Lösung herum geführt, bis sich zum Ende wirklich alles auflöst.
Ich konnte in die Welt des ländlichen Irlands eintauchen und mich ein wenig in die Geschichte des Landes und der Leute vertieft.
Die Sprache ist leicht verständlich und die Abläufe sind chronologisch und logisch aufgebaut.
Am besten versorgt man sich mit einer Kanne Tee und hört sich beim Lesen irische Musik an. Jedoch braucht man dies nicht, um die Atmosphäre des Buches voll genießen zu können.
Der schmale Umfang täuscht. Das Buch besitzt eine gut ausgearbeitete Geschichte und wirkt nicht zu kurz.
Ein sehr gelungener Krimi, der für einige spannende Stunden an einem verregneten Tag gesorgt hat.
Informative Seite über die irisch-keltische Göttinnen-Figur
und über Ireland's Síle na Gig in Englisch
und allgemein über Irlands Geschichte

Hallo:)
AntwortenLöschenIch bin gerade auf Deinen Blog gestoßen.
Erstmal hübsch hast Du es hier, Dein Header gefällt mir wahnsinnig gut!
Zum Buch selbst, das kannte ich gar nicht, aber das hört sich nach einer sehr interessanten Lektüre an, die ich mir sehr gerne näher ansehen möchte.
Es freut mich, dass Du so schöne Lesestunden damit verbracht hast.
Da mir Dein Schreibstil gut gefällt, lasse ich hier mal ein Abo da und in ab sofort eine neue Leserin bei Dir :)
Hast Du vielleicht Lust mal bei mir vorbei zu schauen?
http://www.printbalance.blogspot.de
Gerade läuft auch noch ein Gewinnspiel bis Samstag, vielleicht sind die Bücher für Dich interessant?
Liebe Grüße
Andrea
Hallo Andrea,
Löschenes freut mich, dass es dir hier gefällt! :)
Dann habe ich ja doch was richtig gemacht.. ;)
Der Header ist ganz neu. Ich habe ihn zusammen gestellt, nachdem klar war, dass der Blog bei Suhani vorgestellt werden soll. Da konnte ich doch nicht mit dem alten Header ankommen.. ;-D
Mach es dir bequem und nimm dir ein Tässchen Tee! :)
Liebe Grüße
Petra aka Rabi