Veronika Carver - Geliebter Gevatter Tod

Der Autor:

Veronika Carver ist 25 Jahre alt, gelernte medizinisch-technische Analytikerin der Funktionsdiagnostik und studierte Drehbuchautorin.

Sie wohnt mit ihrer Frau und zwei Hunden in einem kleinen Dorf bei Tübingen, wo sie teils als MTAF, teils als Autorin arbeitet.

Sie hat einige Semester Deutsch und Biologie auf Lehramt studiert, bis sie sich entschlossen hat, sich ausgiebiger mit dem Schreiben zu beschäftigen.


Das Buch:

Als Marten versehentlich seinen besten und einzigen Freund umbringt, verliert sein Leben jeglichen Sinn. Was soll er mit zwei Händen anfangen, die nur zum Töten taugen?

Eine Antwort auf diese Frage liefert ihm niemand anders als der Tod selbst: Dieser bietet Marten an, sein Lehrling zu werden und den Schmerz der Menschenwelt hinter sich zu lassen.

Doch sollte man einem Angebot des Todes trauen?

Marten sieht sich vor die schwerste Entscheidung seines Lebens gestellt - und dann ist da auch noch Julie ...


Link zum Buch

Meine Worte:

Der Tod ist eine meiner liebsten Gestalten in der Literatur.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an TOD aus Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen.
An ihn erinnert mich der Tod in diesem Buch ein wenig. Etwas irritiert über die Gefühle und Gedanken, die die Menschen so bewegen und nicht uninteressiert an ihren Schicksalen.
Doch die sogenannten Tragödien haben ihn zu einem etwas gefühlskalten Wesen gemacht, den die Langeweile seines Daseins dazu bringt, sich ein wenig mit Marten zu beschäftigen und ihn als Lehrling zu verpflichten. Mit allen Konsequenzen, die der Tod so mit sich bringt.

Als Marten sich dann verliebt, erklärt er ihm nicht, was es für Menschen bedeutet, ihm nah zu sein.
Überhaupt erklärt der Tod Marten oft erst, welche Konsequenzen manche Handlungsweise hat, wenn es bereits zu spät ist.

Marten ist anfangs ein eher unsympathischer Charakter, der einem im Verlauf des Buches aber langsam ans Herz wächst. Vor allem auch, da er ein gutes Herz hat und sich nach und nach zum Positiveren entwickelt. Diese Entwicklung ist auch notwendig, um am Ende so zu handeln, wie er es letztendlich tut. Ich sage nur so viel: Es gibt kein Happy End für Marten, aber seine Taten sind berührend und nachvollziehbar. Dem Marten vom Anfang des Buches hätte man das sicher nicht zugetraut.

Im Buch werden viele Mythen und Legenden logisch miteinander zu einer stimmigen Geschichte verwoben.
Nachdem ich anfangs leichte Probleme hatte, mich mit Marten und seiner Art "anzufreunden", bin ich nach wenigen Kapiteln nur so durch die Seiten geflogen. Die Geschichte ist zeitweise rasant und packend, dabei auch berührend und aufwühlend.
Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass sich noch eine Lösung für das Dilemma finden lässt, in das die Autorin die Protagonisten gestürzt hat. 
Die Handlung ist absolut schlüssig, die Charaktere sind vielfältig und sympathisch. Der Schreibstil ist flüssig lesbar und bildhaft. Ich bin komplett in die Geschichte eingetaucht und konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Menschen mit schwarzem Humor werden diese vielschichtige Geschichte bestimmt sehr gerne lesen.

Ich habe das E-Book bei einer Verlosung zu einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen. Dies hat meine Meinung allerdings in keiner Weise beeinflusst.
Ich hatte daran teilgenommen, da mich der Titel und das schlichte Cover angesprochen haben.
Die rote Schrift des Titels hebt sich von den Blättern ab, die das strohfarbene Kreuz umrahmen. Dies hatte mich neugierig gemacht, so dass ich die Beschreibung zum Buch las und mich um ein Exemplar bewarb.

Kommentare

  1. Huhu!

    Vielen Dank für die Vorstellung! Das Buch kannte ich noch gar nicht, hat aber jetzt auf jeden Fall mein Interesse geweckt, das kommt direkt auf meine Wunschliste :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee!
      Schön, dass ich dich mit meinem Beitrag neugierig machen konnte. :)

      LG
      Rabi

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