Stanislaw Lem - Eden - Roman einer außerirdischen Zivilisation
Der Autor:
(1921-2006) gelernter Mediziner, gleichermaßen beschlagen in Kernphysik, Mikrobiologie, Mathematik und Philosophie, schrieb Romane und Erzählungen mit ernstzunehmendem futurologischem Anspruch. Poetische Erfindungsgabe verbindete sich bei ihm mit spekulativer Kraft und wissenschaftstheoretischen Erfassung von Zukunftsproblemen.
Offizielle Autorenseite
Das Buch:
»In den Berechnungen war ein Fehler. Sie waren nicht über die Atmosphäre hinweggeflogen, sondern waren mit ihr zusammengestoßen. Das Raumschiff bohrte sich mit lautem Krachen, von dem die Trommelfelle anschwollen, in die Lufthülle. « So beginnt Stanislaw Lems Buch Eden und die Havarie der fünf Astronauten, die auf dem Planeten gleichen Namens in einem fernen Sonnensystem merkwürdige und bedenkenswerte Abenteuer erleben.
Quelle
Meine Worte:
Zu Anfang ist das Buch recht spannend geschildert. Die Mannschaft stürzt auf einem bisher unerforschten Planeten namens Eden ab und benötigt einige Zeit, sich aus dem beschädigten Raumschiff zu befreien.
Ich war schnell drin in der Geschichte und konnte den Ereignissen und Beschreibungen gut folgen.
Der Mittelteil ist für mich allerdings zeitweise ziemlich langatmig, da auch sehr detailreich und minutiös die Geschehnisse rund um die Begutachtung des Planeten beschrieben werden. Zum Ende nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf und entwickelt eine gewisse Spannung, die sich bis zuletzt hält.
Mir fielen einige Parallelen zur Erdgeschichte auf, als die Unterdrückung der Bewohner durch totalitäre Herrscher geschildert wird und die Wissenschaftler überlegen, ob eine Änderung der Machtverhältnisse durch Waffengewalt und anschließend die Bewohner sich selbst zu überlassen, moralisch vertretbar sei.
Der einzige Protagonist, der ein wenig aus der Gruppe hervorsticht, ist der Doktor, der helfen und heilen möchte. Alle werden aber hauptsächlich durch ihre Ängste vor dem Unbekannten beherrscht, was sie meist sehr gewalttätig handeln lässt. Auch hier lassen sich Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen ziehen, was das Buch, entstanden in den 1950ern Jahren, in seinen Aussagen zeitlos macht.
Fazit: Das Buch ist trotz der teilweise etwas altmodischen Sprache gut und flüssig lesbar und durch die bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellbar.
Science Fiction mit sozialkritischer Note, trotz der Längen eine ansprechende Lektüre.
(1921-2006) gelernter Mediziner, gleichermaßen beschlagen in Kernphysik, Mikrobiologie, Mathematik und Philosophie, schrieb Romane und Erzählungen mit ernstzunehmendem futurologischem Anspruch. Poetische Erfindungsgabe verbindete sich bei ihm mit spekulativer Kraft und wissenschaftstheoretischen Erfassung von Zukunftsproblemen.
Offizielle Autorenseite
Das Buch:
»In den Berechnungen war ein Fehler. Sie waren nicht über die Atmosphäre hinweggeflogen, sondern waren mit ihr zusammengestoßen. Das Raumschiff bohrte sich mit lautem Krachen, von dem die Trommelfelle anschwollen, in die Lufthülle. « So beginnt Stanislaw Lems Buch Eden und die Havarie der fünf Astronauten, die auf dem Planeten gleichen Namens in einem fernen Sonnensystem merkwürdige und bedenkenswerte Abenteuer erleben.
Quelle
Meine Worte:
Zu Anfang ist das Buch recht spannend geschildert. Die Mannschaft stürzt auf einem bisher unerforschten Planeten namens Eden ab und benötigt einige Zeit, sich aus dem beschädigten Raumschiff zu befreien.
Ich war schnell drin in der Geschichte und konnte den Ereignissen und Beschreibungen gut folgen.
Der Mittelteil ist für mich allerdings zeitweise ziemlich langatmig, da auch sehr detailreich und minutiös die Geschehnisse rund um die Begutachtung des Planeten beschrieben werden. Zum Ende nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf und entwickelt eine gewisse Spannung, die sich bis zuletzt hält.
Mir fielen einige Parallelen zur Erdgeschichte auf, als die Unterdrückung der Bewohner durch totalitäre Herrscher geschildert wird und die Wissenschaftler überlegen, ob eine Änderung der Machtverhältnisse durch Waffengewalt und anschließend die Bewohner sich selbst zu überlassen, moralisch vertretbar sei.
Der einzige Protagonist, der ein wenig aus der Gruppe hervorsticht, ist der Doktor, der helfen und heilen möchte. Alle werden aber hauptsächlich durch ihre Ängste vor dem Unbekannten beherrscht, was sie meist sehr gewalttätig handeln lässt. Auch hier lassen sich Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen ziehen, was das Buch, entstanden in den 1950ern Jahren, in seinen Aussagen zeitlos macht.
Fazit: Das Buch ist trotz der teilweise etwas altmodischen Sprache gut und flüssig lesbar und durch die bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellbar.
Science Fiction mit sozialkritischer Note, trotz der Längen eine ansprechende Lektüre.

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