Adriana Altaras - Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie

Der Autor:

Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, lebte ab 1967 in Italien, später in Deutschland. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York, spielte in Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert seit den neunziger Jahren an Schauspiel- und Opernhäusern. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Silberner Bär für schauspielerische Leistungen. Adriana Altaras lebt in Berlin.

Das Buch:

Adriana Altaras führt ein ganz normal chaotisches und unorthodoxes Leben in Berlin: mit zwei fußballbegeisterten Söhnen, einem westfälischen Ehemann, der ihre jüdischen Neurosen stoisch erträgt, und mit einem ewig nörgelnden, stets liebeskranken Freund. Alles bestens also ... bis ihre Eltern sterben und sie eine Wohnung erbt, die seit 40 Jahren nicht mehr ausgemistet wurde. Fassungslos kämpft sich die Erzählerin durch kuriose Hinterlassenschaften, bewegende Briefe und uralte Fotos. Dabei kommen nicht nur turbulente Familiengeheimnisse ans Tageslicht, auch die Toten reden von nun an mit und erzählen ihre eigenen Geschichten.


Link zum Buch
  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch

  • Kurzrezension:

    Interessanter Einblick in die Geschichte einer jüdischen Familie.

    Teilweise kam ich mit den schnellen Wechseln zwischen den Zeiten (Krieg, Nachkriegszeit, Flucht, Gegenwart..) nicht zurecht, diese lockerten die Geschichte aber auch auf. Nach einem etwas schwierigen Einstieg, kam ich damit gut zurecht.
    Komplett in der 1. Person aus Sicht der Autorin erzählt. Man ist nah dran am Geschehen und taucht tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der Autorin ein.
    Zusammenhänge zwischen Holocaust / 2. Weltkrieg und dem Verhalten der Juden 2 Generationen später werden gut beleuchtet.

    Dieses Buch sollte in den Schulen gelesen werden, finde ich.
    Eine Meinung aus dem Lesekreis:
    "Das Buch fand ich  inhaltlich / geschichtlich zwar sehr interessant, aber als Roman nicht spannend genug."

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