Lucy Moregan - Mr. Digbys Wunderwelt

Der Autor:

Geboren und aufgewachsen im äußersten Südosten Deutschlands, entdeckte die Autorin schon sehr früh ihre Liebe zu den wilden und mystischen Landschaften Schottlands - einem Land, das sie bereits unzählige Male bereiste und das sie nach wie vor fasziniert. Nach der Promotion im Fach Vor- und Frühgeschichte ist sie nun, neben ihrer Autorentätigkeit, selbstständig als Eventmanagerin tätig und organisiert dabei u.a. geführte "Geisterjagden" in Spukschlössern, die ihr immer Nachschub an neuen Geistergeschichten für ihre Bücher liefern. Sie lebt mit ihren drei kleinen Söhnen sowie drei Katern in einem Dörfchen in Süddeutschland.

Das Buch:

Araminta wächst behütet als Tochter eines Grafen auf einem englischen Landsitz auf. Doch mit dem Tod ihres Vaters im Jahre 1925 verändert sich alles. Verarmt und kurz davor, alles zu verlieren, will ihre Mutter sie mit einem reichen Amerikaner verheiraten. Doch Araminta hat andere Pläne, die sie in ein Abenteuer voll von Horror, aber auch Leidenschaft führen. Verknüpft mit den geheimnisvollen wie unheimlichen Vorfällen um Araminta ist auch die Geschichte um Mr Digby, einem Londoner Spielzeugsammler und Geschäftsmann am Ende des 19. Jahrhunderts. Was steckt hinter den mysteriösen Vorfällen in Mr Digbys Wunderwelt? Kann Araminta den Klauen des Bösen entfliehen? Und wird es ihr und ihrer großen Liebe möglich sein, den gesellschaftlichen Konventionen zu trotzen?




Meine Worte:

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Zuerst lernen wir Lady Araminta kennen, die die Geschehnisse, beginnend mit dem Tod ihres Vaters selbst erzählt. Sie und ihre Mutter erfahren, dass sie hochverschuldet sind. Um den Familienbesitz zu retten, soll Araminta auf Drängen ihrer Mutter nun einen vermögenden amerikanischen Geschäftsmann heiraten, den sie als brutal und zügellos kennen lernt. Sie flüchtet zu einer Freundin nach London, wo ihr Abenteuer erst richtig beginnt.

Die zweite Zeitlinie spielt 30 Jahre vorher und wird uns durch die Tagebucheinträge des Spielzeugsammlers Mr. Digby näher gebracht. Er kauft in Ägypten eine antike Statue, an der ein Fluch hängen soll. Die Warnungen des Vorbesitzers ignoriert Mr. Digby allerdings.
Wie die Zeitlinien genau zusammen hängen,  will ich aber noch nicht verraten. 

Die einzelnen Kapitel sind markiert, so dass man immer genau weiß, in welcher Zeit man sich gerade befindet. 
Bereits von Beginn an schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Sterbeszene und die anschließende Trauer der Protagonistin sind unglaublich berührend beschrieben. Der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Auch die Tagebucheinträge von Mr. Digby sind sehr gut lesbar und spannend. 
Die Charaktere sind authentisch und sympathisch. Sie wachsen dem Leser von Anfang an ans Herz und man fiebert regelrecht mit ihnen mit.
Zum Ende verknüpfen sich die Zeitlinien gekonnt und man wird mit einem unerwarteten Cliffhanger überrascht, der auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt!

Ich wurde durch die Geschichte sehr gut unterhalten und kann sie uneingeschränkt empfehlen. 

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