Deborah Moggach - Tulpenfieber
Der Autor:
Deborah Moggach, geboren 1948, studierte an der University of Bristol und arbeitete danach bei Oxford University Press. Sie ist Autorin zahlreicher Romane, u. a. von These Foolish Things, der für das Kino verfilmt wurde und unter dem Titel The Best Exotic Marigold Hotel das Publikum begeisterte. Zudem schreibt sie Drehbücher; für die Vorlage der berühmten BBC-Verfilmung des Jane-Austen-Romans Stolz und Vorurteil wurde sie mit einem BAFTA ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Society of Authors und des PEN. 2005 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der University of Bristol verliehen. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt im Norden Londons.
Das Buch:
Sinnlich und farbenprächtig erzählt dieser Roman von der betörenden Wirkung von Schönheit und den fatalen Konsequenzen unkontrollierter Begierde – vor der Kulisse des ersten modernen Börsencrashs während des Goldenen Zeitalters.
Amsterdam, 1636. Die Stadt ist im Tulpenfieber: Aus dem Fernen Osten stammt die neue Blumenart, deren kostbare Zwiebeln bald mehr wert sind als Diamanten. Die Spekulanten an der Amsterdamer Börse, ob Bürger, Kaufmann oder einfacher Knecht, sind bereit, alles zu riskieren. Allen voran für die Schönste von ihnen: die Semper Augustus.
In dieser fiebrigen Atmosphäre verliebt sich Sophia, die junge, wunderschöne Ehefrau eines wohlhabenden Kaufmanns, in den mittellosen Maler Jan. Eigentlich ist der von Sophias Ehemann nur als Porträtmaler bestellt, doch schon nach ihrer ersten Begegnung ist es um Jan und Sophia geschehen. Immer tiefer verstricken sie sich in eine unheilvolle Affäre, für die es nur einen einzigen Ausweg geben kann: Amsterdam gemeinsam zu verlassen. Doch dafür brauchen sie Geld. Zusammen mit Sophias Magd Marie schmieden sie einen waghalsigen Plan und setzen alles auf eine Karte. Sie rechnen jedoch nicht mit dem Undenkbaren: dass der Tulpenmarkt eines Tages zusammenbricht und sie alle in ein heilloses Chaos stürzen könnten …
Link zum Buch
Meine Worte:
Es wird kapitelweise wechselnd aus der Sicht der überschaubaren Zahl der Protagonisten erzählt. Sophie erzählt dabei ihre Geschichte selbst, alle anderen Hauptfiguren und Nebenhandlungen werden vom allwissenden Erzähler geschildert.
Die Sprache ist bildhaft und modern. Man hat keine Mühe dem Geschehen zu folgen und kann sich die Szenen gut vorstellen.
Die Kapitel sind teilweise sehr kurz. Vor jedem Kapitel wird eine bekannte Persönlichkeit, die etwa zur gleichen Zeit lebte, meist passend zum folgenden Kapitel zitiert.
Der Ablauf ist chronologisch und die Handlung bietet einige Überraschungen.
Das Buch habe ich für den Lesekreis gelesen. Unser gestriges Treffen werde ich noch in einem separaten Beitrag schildern.
Das Buch wurde bei uns unterschiedlich aufgenommen. Eine Leserin ist buchstäblich darüber eingeschlafen und hat es dann nicht beendet. Diese Entscheidung akzeptieren wir alle. Es kann nicht jedes Buch allen gleich gefallen. :)
Eine Leserin hatte den Eindruck, ein Drehbuch für einen Film oder ein Theaterstück zu lesen.
Aber alle, die es beendet haben, fühlten sich durch dieses Buch gut unterhalten.
Mein Eindruck war, dass es eine schöne Lektüre für gemütliche Abende ist.
Wer allerdings erwartet, dass man mit der Geschichte in die historischen Hintergründe eintauchen kann, könnte enttäuscht werden. Die Geschichte der Niederlande und speziell Amsterdams zur Zeit der Tulpen-Spekulationen wird mehr am Rande erwähnt und oft nur angedeutet. Einen tiefen Bezug zu den historischen Geschehnissen hat das Buch nicht.
Wenn man den Roman allerdings mit einiger geschichtlicher Vorkenntnis liest, eröffnen sich zusätzliche Zusammenhänge, die im Buch leider nicht genannt werden.
Für Freunde von amüsanten Theaterstücken könnte das Buch allerdings eine schöne Lektüre sein. Es erinnerte zeitweise an ein bürgerliches Lustspiel.
Zum Ende kommt nochmal etwas Spannung auf, die dann in wenigen Kapiteln gelöst wird.
Alles in allem ein schönes Buch für "Zwischendurch".
Deborah Moggach, geboren 1948, studierte an der University of Bristol und arbeitete danach bei Oxford University Press. Sie ist Autorin zahlreicher Romane, u. a. von These Foolish Things, der für das Kino verfilmt wurde und unter dem Titel The Best Exotic Marigold Hotel das Publikum begeisterte. Zudem schreibt sie Drehbücher; für die Vorlage der berühmten BBC-Verfilmung des Jane-Austen-Romans Stolz und Vorurteil wurde sie mit einem BAFTA ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Society of Authors und des PEN. 2005 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der University of Bristol verliehen. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt im Norden Londons.
Das Buch:
Sinnlich und farbenprächtig erzählt dieser Roman von der betörenden Wirkung von Schönheit und den fatalen Konsequenzen unkontrollierter Begierde – vor der Kulisse des ersten modernen Börsencrashs während des Goldenen Zeitalters.
Amsterdam, 1636. Die Stadt ist im Tulpenfieber: Aus dem Fernen Osten stammt die neue Blumenart, deren kostbare Zwiebeln bald mehr wert sind als Diamanten. Die Spekulanten an der Amsterdamer Börse, ob Bürger, Kaufmann oder einfacher Knecht, sind bereit, alles zu riskieren. Allen voran für die Schönste von ihnen: die Semper Augustus.
In dieser fiebrigen Atmosphäre verliebt sich Sophia, die junge, wunderschöne Ehefrau eines wohlhabenden Kaufmanns, in den mittellosen Maler Jan. Eigentlich ist der von Sophias Ehemann nur als Porträtmaler bestellt, doch schon nach ihrer ersten Begegnung ist es um Jan und Sophia geschehen. Immer tiefer verstricken sie sich in eine unheilvolle Affäre, für die es nur einen einzigen Ausweg geben kann: Amsterdam gemeinsam zu verlassen. Doch dafür brauchen sie Geld. Zusammen mit Sophias Magd Marie schmieden sie einen waghalsigen Plan und setzen alles auf eine Karte. Sie rechnen jedoch nicht mit dem Undenkbaren: dass der Tulpenmarkt eines Tages zusammenbricht und sie alle in ein heilloses Chaos stürzen könnten …
![]() |
| Cover der aktuellen Ausgabe |
![]() |
| Cover meiner älteren Ausgabe |
Meine Worte:
Es wird kapitelweise wechselnd aus der Sicht der überschaubaren Zahl der Protagonisten erzählt. Sophie erzählt dabei ihre Geschichte selbst, alle anderen Hauptfiguren und Nebenhandlungen werden vom allwissenden Erzähler geschildert.
Die Sprache ist bildhaft und modern. Man hat keine Mühe dem Geschehen zu folgen und kann sich die Szenen gut vorstellen.
Die Kapitel sind teilweise sehr kurz. Vor jedem Kapitel wird eine bekannte Persönlichkeit, die etwa zur gleichen Zeit lebte, meist passend zum folgenden Kapitel zitiert.
Der Ablauf ist chronologisch und die Handlung bietet einige Überraschungen.
Das Buch habe ich für den Lesekreis gelesen. Unser gestriges Treffen werde ich noch in einem separaten Beitrag schildern.
Das Buch wurde bei uns unterschiedlich aufgenommen. Eine Leserin ist buchstäblich darüber eingeschlafen und hat es dann nicht beendet. Diese Entscheidung akzeptieren wir alle. Es kann nicht jedes Buch allen gleich gefallen. :)
Eine Leserin hatte den Eindruck, ein Drehbuch für einen Film oder ein Theaterstück zu lesen.
Aber alle, die es beendet haben, fühlten sich durch dieses Buch gut unterhalten.
Mein Eindruck war, dass es eine schöne Lektüre für gemütliche Abende ist.
Wer allerdings erwartet, dass man mit der Geschichte in die historischen Hintergründe eintauchen kann, könnte enttäuscht werden. Die Geschichte der Niederlande und speziell Amsterdams zur Zeit der Tulpen-Spekulationen wird mehr am Rande erwähnt und oft nur angedeutet. Einen tiefen Bezug zu den historischen Geschehnissen hat das Buch nicht.
Wenn man den Roman allerdings mit einiger geschichtlicher Vorkenntnis liest, eröffnen sich zusätzliche Zusammenhänge, die im Buch leider nicht genannt werden.
Für Freunde von amüsanten Theaterstücken könnte das Buch allerdings eine schöne Lektüre sein. Es erinnerte zeitweise an ein bürgerliches Lustspiel.
Zum Ende kommt nochmal etwas Spannung auf, die dann in wenigen Kapiteln gelöst wird.
Alles in allem ein schönes Buch für "Zwischendurch".


Kommentare
Kommentar veröffentlichen