Karin Seemayer - Die Tochter der Toskana

Der Autor:

Karin Seemayer wurde in Reutlingen geboren, wuchs in Frankfurt auf und lebt seit über zwanzig Jahren mit Mann, drei -inzwischen erwachsenen- „Kindern“, einem Hund, acht griechischen Landschildkröten und einer wechselnden Anzahl von Meerschweinchen in einem idyllischen Ort im Main-Taunus-Kreis.

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Das Buch:

Die Wege der Freiheit
Italien 1832: Das Leben in den rauen Bergen am Rande der Toskana ist geprägt von Armut und harter Arbeit. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin träumt die junge Antonella davon, eine Osteria zu eröffnen. Doch sie ist dem Sohn des Müllers versprochen, der nur wenig von ihren Wünschen hält. Als sie dann noch erfahren muss, dass er sie mit einer anderen Frau betrügt, zerbricht eine Welt für Antonella, denn ihre Eltern bestehen trotz allem auf der geplanten Hochzeit mit dem reichen Erben. In ihrer Hilflosigkeit sieht Antonella keine andere Möglichkeit, als zu fliehen. Dankbar nimmt sie das Angebot von Marco an, der auf seinem Weg nach Genua in ihrem Dorf Station gemacht hat, an, ihn zu begleiten. Eine gefahrvolle Reise beginnt, bei der Antonelle sich immer stärker zu Marco hingezogen fühlt, obwohl sie spürt, dass er nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat. Und plötzlich muss die junge Frau erkennen, dass sie sich mitten im Strudel der italienischen Freiheitskämpfe befindet.
 
Die Geschichte einer starken Frau zur Zeit der italienischen Freiheitskämpfe.

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Meine Worte:

Die Geschehnisse werden hauptsächlich aus der Sicht von Antonella in der dritten Person erzählt. Ihre Erlebnisse werden in einer leicht verständlichen Sprache erzählt. Man bekommt einen leichten Zugang zu ihrer Gedanken- und Gefühlswelt, da sie einem sofort sehr sympathisch ist. Sie lebt in einem Schäferdorf in den italienischen Bergen und kennt außerhalb ihres Dorfes nur die umliegenden Wälder und Nachbardörfer. Durch Reisende, die durch das Dorf kommen, lernt sie ein wenig über die Außenwelt kennen.

Man erhält einen faszinierenden Einblick in die Lebensumstände des italienischen Volkes zur Zeit der Unabhängigkeitsbewegungen der 1830er Jahre. Das Land ist in verschiedene Fürstentümer aufgeteilt, die unter anderem von den österreichischen Habsburgern beherrscht werden. Nach meinem doch geringen Wissensstand zu urteilen, sind die historischen Hintergründe gut recherchiert und die Erlebnisse von Antonella und Marco sind in diese Rahmenhandlung passend eingefügt und fesselnd geschildert.
Klasse finde ich auch die Erläuterungen zu den verschiedenen Dialekten, die in Italien zu dieser Zeit gesprochen wurden.

Das Buch ist toll geschrieben, es liest sich flüssig und ist leicht nachvollziehbar. Die Geschichte ist abwechslungsreich, emotional, spannend und aufwühlend.
Es ist eine berührende Liebesgeschichte, die zu Herzen geht!

Das gefährliche und aufregende Abenteuer geht zwar glücklich für die Liebenden aus, aber das relativ offen gehaltene Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Absolute Lese-Empfehlung von mir!

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