Autorenvorstellung: Katharina Mosel
Heute stelle ich Euch die wunderbare Katharina Mosel vor.
Sie hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: "Paragrafen und Prosecco" und "Vier Mal Frau". Sie ist nicht nur Autorin, sie ist auch erfolgreiche Anwältin.
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- Wie und wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?
Ich weiß, dass das ein Klischee ist aber: Ich habe schon als Kind und Jugendliche kleine Geschichten geschrieben. Während meiner Ausbildung hatte ich dafür keine Zeit mehr und in meiner Selbständigkeit viele Jahre auch nicht. Erst ein paar Jahre vor meinem fünfzigsten Geburtstag habe ich wieder angefangen, so nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann!
- In welches Genre würdest Du Deine Bücher einordnen?
Das kann ich dir gar nicht so genau sagen. Es ist sicherlich Gegenwartsliteratur. "Vier Mal Frau" ist ein Frauenroman, der sich an Frauen richtet, die nicht mehr so ganz jung sind.
- Wie bist Du gerade auf dieses Genre gekommen?
Ich habe mir vor dem Schreiben überhaupt gar keine Gedanken darüber gemacht, in welches Genre das jeweilige Buch einzuordnen ist. Die Geschichte springt mich an und ich schreibe sie auf. Das ist sicherlich ein Stück weit planlos, anders funktioniert es bei mir aber nicht. Was ich ganz genau weiß (das war beim mir immer schon so), ist, in welchem Genre ich nicht schreiben möchte. Zum Beispiel wären Fantasy und Romance nichts für mich.
- Was hat Dich inspiriert, die Geschichten in dieser Zeit spielen zu lassen?
Hhm, weiß ich gar nicht so genau. Darüber habe ich mir auch nie Gedanken gemacht, das war für mich von Anfang an klar. Ich gehöre nicht zu den Autoren, die ein Buch vorher bis in jede Einzelheit vorplanen. Das ist für mich nichts, meine Ideen kommen beim Schreiben. Sicherlich bin ich ein Stück weit von meinem beruflichen Alltag als Familienanwältin inspiriert. Ich erlebe Tag für Tag so viele Geschichten, die das Leben schreibt. Da bleibt es nicht aus, dass die eine oder andere Story in abgewandelter Form in meine Romane einfließt.
- Worauf kannst Du beim Schreiben nicht verzichten?
Ruhe ist wichtig, wobei ich auch gut mit Ohrenstöpseln beim Bahnfahren schreiben kann. Alles andere ist egal.
- Wie sieht Dein Schreiballtag aus?
Ich habe keinen Schreiballtag. Immer dann, wenn ich ein wenig Zeit habe, schreibe ich. Das gelingt mir besonders gut im Urlaub. "Vier Mal Frau" ist im Wesentlichen während eines beruflichen Aufenthalts in München und eines Urlaubs auf Mallorca entstanden.
- Stichwort Recherche: Welche Quellen sind bei Deiner Recherche unverzichtbar?
Meine beiden Bücher spielen in meiner Heimatstadt Hamburg. Ich musste während des Schreibens ab und zu in Stadtpläne im Internet schauen. "Paragrafen und Prosecco" ist ein Stück weit autobiografisch, da brauchte ich keine Recherchen. Zu juristischen Sachen ja sowieso nicht. :-) Der zweite Teil kommt in diesem Jahr: Auch dafür habe ich manchmal im Netz nachgesehen, wenn ich mir bei Ortsbeschreibungen nicht mehr ganz sicher war.
- Fühlst Du beim Schreiben mit Deinen Protagonisten mit?
Auf jeden Fall, sonst funktioniert das nicht.
- Wie findest Du den Weg zurück aus diesen emotionalen / gewalttätigen Szenen?
Wenn ich gerade mitten drin bin stört es mich, wenn man mich unterbricht. Den Weg zurück finde ich aber immer sehr schnell. Das mag auch damit zusammenhängen, dass mein beruflicher Alltag voll von emotionalen Szenen ist. Wenn ich da nicht abschalten könnte, wäre ich verloren.
- Hast Du einen Lieblingscharakter?
In „Paragrafen und Prosecco“ ist es Karla, die ist mir am ähnlichsten. Deshalb mag ich sie. :-) Bei „Vier Mal Frau“ ist es anders: Ich habe sie alle vier in mein Herz geschlossen.
- Wie viel Zeit nimmt so ein Buch in Anspruch?
„Paragrafen und Prosecco“ habe ich mit meiner Cousine zusammen geschrieben und es hat mehrere Jahre gedauert, bis wir fertig waren. Das lag daran, dass wir auch teilweise monatelang nicht daran gearbeitet haben. Für „Vier Mal Frau“ habe ich nicht ganz ein Jahr gebraucht.
- Hast Du eine Lieblingsstelle in Deinem aktuellen Roman?
Ich habe einige und könnte mich nicht zwischen ihnen entscheiden. Ich liebe zum Beispiel die Szene, wo Cecilia ihren Freundinnen erzählt, dass sie einen Mann sucht.
„Ich suche einen Mann,
der Vegetarier ist, Veganer wäre zur Not auch okay. Er muss umweltbewusst sein
und Yoga praktizieren, außerdem gerne meditieren und Kunst lieben. So etwas
muss es doch in Hamburg geben. Die Stadt ist schließlich groß genug.“
Das ist zum einen lustig, zum anderen zeigt es aber meines
Erachtens auch das Anspruchsdenken, was viele von uns haben, wenn sie sich auf
die Suche nach einem Partner begeben.
- Sind deine Bücher in sich abgeschlossen?
Ja. Beide Bücher haben inhaltlich nicht miteinander zu tun.
- Was wolltest Du Deinen Lesern schon immer mitteilen?
Ich wünsche mir, dass sich meine Leser gut unterhalten fühlen und für einige Zeit ihren Alltag vergessen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die vielen Rezensionen und den Zuspruch, den ich erhalten habe. Ihr seid großartig!
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten und ich hoffe, Du schreibst noch viele tolle Geschichten!

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