Autorenvorstellung: Thordis Hoyos





Heute möchte ich Euch die Autorin der Stonebound-Reihe vorstellen.


















Thordis Hoyos lebt mit Familie und Freunden auf einem Islandpferdegestüt in Österreich.


 





Die Autorin hegt eine ausgeprägte Vorliebe für Ungesundes: reichlich Kaffee, Zucker und Kohlehydrate, Bad Boys in dunkelhaariger Ausführung, nachts wach bleiben, tagsüber träumen – am liebsten mit einem Haufen durchgeknallter Freunde.

Seit einiger Zeit schreibt sie an einer New Adult Fantasy-Reihe, deren Plot sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester entwickelt hat. Bereits 2012 entstand die Idee, das Projekt zu starten.



Dabei hat die kleine Schwester unentwegt etwas von magischen Steinen gefaselt, während die große Schwester immer schon ihr Faible für heiße Fledermäuse ausleben wollte. Das Ergebnis heißt Stonebound.


Ich habe Thordis ein paar Fragen zur Buchreihe gestellt. 


- In welches Genre würdest Du Deine Bücher einordnen?

Innerhalb des Genres Fantasy ist die Geschichte von Stonebound dem Bereich der Urban Fantasy zuzuordnen.
Zudem ist meine Prota Elba eben aus der Schule raus, wird 19 Jahre alt und erlebt explizit beschriebene Sexszenen. Daher ist die Geschichte außerdem dem Genre New Adult zuzuschreiben. In Kombination ergibt sich New Adult Fantasy.

- Wie bist Du gerade auf dieses Genre gekommen?


Meine jüngere Schwester Anna-Katharina hat darauf beharrt, eine Urban Fantasy-Story zu entwerfen. Ich wollte außerdem eine kleine Brise Leidenschaft miteinbringen. Der Grund lag darin, dass ich selbst in einigen Büchern gerne etwas mehr gelesen hätte als ein oder zwei läppische Kussszenen. Als Leserin hätte ich da gerne ein wenig mehr mit den von mir angeschmachteten Protas erlebt.

Da hast du absolut die richtige Einstellung. ;-)


- Worauf kannst Du beim Schreiben nicht verzichten? (Kaffee, Tee, Schokolade, Gesellschaft, Musik, absolute Ruhe..)


Ich muss recht wach sein, lieber überaktiviert. Daher ist Kaffee hilfreich, schwarzer Tee, Energydrinks. Ab 18:00 schreibe ich immer mit Musik.

- Wie sieht Dein Schreiballtag aus? 


Früh morgens überarbeite ich in der Regel, was ich am Vortag zu Papier gebracht habe. Nachmittags, abends und vor allem nachts schreibe ich. Plotten und Recherchieren fällt meist immer wieder mal in einen Zeitraum mit Tageslicht.
- Stichwort Recherche: Welche Quellen sind bei Deiner Recherche unverzichtbar?


Eine Quelle geballten Wissens ist über den Server der Universitätsbibliotheken zu finden. Da ich einige Jahre für eine Uni gearbeitet habe und Recherche einen großen Bereich des Jobs ausgemacht hat, lässt sich meine erworbene Fertigkeit diesbezüglich prima einsetzen. Aber Google ist auch nicht zu verachten, vor allem, wenn es um Kleinigkeiten geht oder eher um Ideenfindungen bzw. -erweiterungen. Nach wie vor muss man als Recherchierende aber auch heute noch Expertengespräche führen. Da kommt man auch in modernen Zeiten nicht drum rum.

Wow, das hört sich sehr aufwendig an. Das würden viele Leser sicher nicht vermuten, wie viel Arbeit darin steckt.


- Fühlst Du beim Schreiben mit Deinen Protagonisten mit?

Muss ich, sonst weiß ich nicht, wie sie empfinden. Oder sagen wir es anders: Ich wüsste, wie sie empfinden, könnte es aber nicht transportieren. Es hieße dann z.B. „Elba ist traurig“, anstatt eine Facette von innerlichen Vorgängen wiederzugeben, die den Leser rückschließen und selbst fühlen lassen, dass sie traurig ist.
- Wie findest Du den Weg zurück aus diesen emotionalen / gewalttätigen Szenen?


Recht einfach, ehrlich gestanden. Ich kann Gefühle allgemein relativ gut kontrollieren und lenken. Steinbock eben.

- Hast Du einen Lieblingscharakter? 


Ich bin in Tristan verschossen, das muss ich zugeben. Aber ich liebe auch Aris und Duris. Mit Elba bin ich weniger gut zurechtgekommen, was eigenartig ist. Hat sicherlich etwas Eigenartiges mit den Abgründen meiner Psyche zu tun - erforsche ich vielleicht mal. 


Ich glaube, mit Elba geht es mir manchmal ähnlich. Ich finde auch einen besseren Zugang zu den männlichen Protagonisten.

- Führen Deine Protagonisten auch mal ein „Eigenleben“? Wie wirkt sich das auf das Schreiben aus?


Als ich mit der Reihe begonnen habe, wesentlich öfter als zum Abschluss hin. Überhaupt habe ich bei Band 1 intuitiver geschrieben als bei Band 2 und 3. Was da besser und was schlechter ist, kann ich leider nicht beantworten.
- Wie viel Zeit nimmt so ein Buch in Anspruch?


Sehr viel. Band 3 umfasst momentan 720 Normseiten. Erfahrungsgemäß werden das an die 690 Taschenbuchseiten werden, sofern im Zuge des Lektorats nicht massiv gestrichen wird. Um das zu bewältigen, habe ich 10 Monate geschrieben. Verflucht lange, wie ich finde. Recherche, Ideenfindung, Plotten, Überarbeiten usw. sind in den Zeitraum nicht eingerechnet. Alles in allem habe ich für jedes Buch bisher 1 1/2 bis 2 Jahre benötigt.


Oha. Ist Band 2 echt schon wieder so lange her?

- Hast Du eine Lieblingsszene (einen Dialog oder eine besondere Stelle im Buch) in Deinem aktuellen Roman?


Meine Lieblingsszene ist aus Band 2. Da sind Elba, Tristan, Aris und die gesamte Gang zu einer Gartenparty im Südstaaten-Stil eingeladen. Ich liebe das Setting und was die Protas dort erleben. Nämlich, dass Liebe immer Freundschaft beinhaltet und Freundschaft immer Liebe, die Grenzen fließend sind, sich Gefühle vermischen.
- Sind deine Bücher in sich abgeschlossen? Sollte man beim Lesen eine gewisse Reihenfolge einhalten? 


Es gibt tatsächlich Leser, die Band 2 ohne Band 1 gelesen und sich zurecht gefunden haben. Aber eigentlich kann man die nicht unabhängig voneinander lesen, nein.


Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten!
Hoffentlich gibt es zukünftig noch viel mehr Lesestoff von Dir!
Und liebe Grüße an Deine Schwester. :)

 

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